Auto packen, aber richtig – ein Polo plus 4 Personen mit Gepäck – zum Wanderurlaub nach Italien

28. Oktober 2017

Ohne Dachgepäck - nur mit Intelligenz, System und Know-How!
Hilfreiche Tipps zum Auto-Packen...   

Wie bekommst du nun das Gepäck für 10 Tage Urlaub in den Polo?

4 Personen wollen gern 1.000 km bequem reisen. Wechselschlüpfer und Badehose sind irgendwie nicht ausreichend für einen Wanderurlaub, oder?

Das Packsystem, was ich hier gern vorstellen möchte, kannst du auf jedes Auto und jede Unternehmung anwenden. Es wird dir dein Leben lang helfen, die unmöglichsten Dinge zu transportieren.

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Was ist das Ziel?

Gepäck vor dem Polo

Doch bevor ich dir die Geheimnisse anvertraue, wie dieser riesen Haufen an Sachen in einen Kleinwagen passt, möchte ich dir noch erzählen, WARUM wir uns dazu entschlossen haben.

Macht das SINN?

WARUM wollen wir das?

Vor dem kleinen Leuchte-Auto steht doch ein großer schwarzer Kombi. Schmeiß das Zeug doch da rein und los geht´s, oder?

Dieser Hinweis ist durchaus berechtigt.

2 Jahre zuvor waren wir schon mal in Italien. Im bergigen Teil der nördlichen Toskana - östlich von Carrara. Da waren wir mit dem großen Schwarzen - mit viel Platz und viel Gepäck, aber ohne Tempomat. 

Wenn du die deutsche Autobahn verlässt, dann gibt es immer ein Geschwindigkeits-Limit und die Überschreitung dessen, was für uns gefühlt im Bereich der Tacho-Ablese-Ungenauigkeit liegt, kostet dich im Ausland mal eben schnell die ganze Urlaubskasse.

Entsprechend hoch ist der innere Stress, möglichst schnell am Ziel anzukommen, aber nicht zu schnell zu fahren. Der Blick hängt permanent am Tacho. Entspanntes Autofahren geht echt anders.....
Außerdem haben wir in dem Urlaub etliche Male die zu bezwingenden Kurven in mehr als einem Anlauf nehmen müssen, um hindurch zu kommen. Die Karre ist echt lang.

Also der Entschluss: Wenn alles notwendige in den Polo passt, dann fahren wir damit in unseren Italien-Urlaub.

Weil:

  • der Polo hat einen Tempomaten, was den Reise-Geschwindigkeits-Überschreitungs-Stress erheblich reduziert und ganz nebenbei die Fahrzeit verkürzt. Wenn man sich unterhält, geht automatisch der Fuß vom Gas. Das ist dem Tempomat aber egal. Weiterhin haben der Verkehr und die Geschwindigkeitsbegrenzungen die volle Aufmerksamkeit und nicht der Tacho.
  • der Polo ist deutlich kürzer mit kleinerem Wendekreis
  • der Polo hat Sitze, wo dir nach genau der gleichen Zeit der Hintern weh tut, wie beim großen Schwarzen
  • der Polo ist unser Gute-Laune-Auto - davon kannst du dich auf den nachfolgenden Bildern gern selbst überzeugen. Die Farbgestaltung innen und außen bringt dein Dauergrinsen zu Vorschein.
  • der Polo ist absolut Langstrecken-geeignet und mit seinen 105PS auch zügig unterwegs. Berge, Kurven.....das macht richtig Spaß.

Das WARUM hätten wir jetzt geklärt.

Kommen wir nun zum WIE?

Wie bekommst du diesen bunten, riesigen Haufen in den kleinen, süßen Polo?

Gepäck1
Gepäck2

Die Auswahl der Taschen und Koffer ist entscheidend!

Schau genau hin. 

  • 1 große Reisetasche
  • 1 etwas kürzere Reisetasche - warum in diesem Fall die Länge doch relevant ist - dazu kommen wir gleich....
  • 3 stabile Tüten - im Volksmund auch Aldi-Koffer genannt
  • 2 Rucksäche
  • 1 Spiele-Tasche
  • Wanderstöcke
  • Unmengen an Schuhen
  • Was zu Trinken für die Fahrt
  • die Schmuse- und Kuschelkissen der Kinder fehlen hier auf dem Foto.

WARUM Reisetaschen - irgendwo müssen ja die Klamotten reinpassen.

WARUM Tüten - die sind besser zu verformen und in die Lücken zu quetschen als Reisetaschen oder gar Koffer. Außerdem entsteht in jedem Urlaub Schmutzwäsche, die dann irgendwie im Idealfall bereits getrennt nach Waschmaschinenfüllung (schwarz, bunt, weiß, fein) zur heimischen Waschmaschine zurücktransportiert werden muss, ohne die sauberen Sachen zu kontaminieren.

WARUM Rucksäcke - die werden beim Wandern sowieso benötigt.

WARUM Spiele-Tasche - hier ist es das Ziel, die Kinder zu nötigen: Nehmt mit, was ihr wollt, aber es muss in die vorgegebene Tasche passen - ansonsten benötigst du noch einen Anhänger für den Kinderkram.

WARUM Wanderstöcke - Wandern ist nicht jedermanns Sache, vor allem nicht bei Kindern. Bei unseren Exemplaren haben sich Wanderstöcke als absoluter Motivator herausgestellt. 

WARUM Unmengen an Schuhen - das frag ich mich auch jedes Mal....

Jetzt wollen wir das Zeug verstauen und schrittweise vom IST-Zustand zum SOLL-Zustand kommen

IST-Zustand:

Rückbank leer

Die Rückbank ist leer und die Organizer sind an den Vordersitzen angebracht.

Bei uns werden die Organizer auch noch vom größeren Kinder gern verwendet, um die tausend kleinen Dinge abzulegen, die bei einer Fahrt benötigt werden - gern auch den Müll. Dann hat auch dieser seinen Platz und fliegt nicht überall herum.

Kofferraum leer
Doppelboden leer

Hier sehen wir den kleine Kofferraum mit darunter verstecktem Doppelboden, der eigentlich ein Dreifachboden ist.

Der Kofferraum ist leer.

Im Doppelboden befinden sich die Werkzeugtasche mit Pannenspray (Plattfußschaum) und Kompressor, eine Decke für Spontan-Picknick usw., eine Reserve-Tüte und meine Einkaufskiste, die beim Wocheneinkauf den ganzen Kleinkram aufnimmt.

Unter dem Doppelboden befindet sich das Ersatz-Rad - oder in meinem Fall der Subwoofer.

Jetzt geht´s endlich ans EINPACKEN

Fangen wir mit der Rückbank an:

Rückbank belegt

Auf der Rückbank haben wir schon mal verstaut die 

Spieletasche als Unterstützung unter der längen-optimierten Reisetasche, welche wiederum zwischen den Kindern steht und als Ablage und Armauflage gern genutzt wird. Weiterhin befindet sich auf jeder Seite ein Rucksack, der ohne zu stören während der Fahrt zwischen den Beinen steht.

Die längen-optimierte Reisetasche ist exakt so lang, um längs zwischen Rückenlehne und Ende der Mittelkonsole zu passen und somit den Fahrer- und Beifahrer-Bereich nicht zu stören.

Die Schmuse- und Kuschelkissen werden von den Kindern variabel eingesetzt - zum Draufsitzen, hinter dem Kopf, hinter dem Rücken oder auf dem Schoß - sind bei uns unerlässlich, um auch in der Fremde beim Einschlafen ein Stück Heimat und Geborgenheit dabei zu haben.

Kommen wir nun zum Kofferraum:

Schuhe

Schuhe und Wanderstöcke werden erst bei Ankunft benötigt und sind damit ideal, um ganz unten einsortiert zu werden.

Die Einlagerung in die Einkaufsbox macht den Transport vom Auto zur Ferienunterkunft sehr einfach. Einmal laufen und gut.

Die Zwischenablage schließt problemlos und das "volle" Polo-Kofferraumvolumen steht für weitere Einlagerungen zur Verfügung.

alles verstaut ganz offen

Als erstes kommt die große Reisetasche hinein.
Dann die 3 Tüten.
Die kürzere Tüte passt noch neben die Reisetasche und die beiden großen Tüten quer zur Fahrtrichtung davor.

Hier noch ein Trick.

Die Rückbank ist schräg. Wenn etwas Großes, wie ein Koffer oder eine Reisetasche davor gestellt wird, verbleibt am Boden ein Hohlraum-Dreieck, was durchaus genutzt werden könnte. Hier passen noch Rest-Schuhe, Stiefel, Regenschirm... in die untere Ecke, bevor du die Reisetasche davor stellst.

Hutablage für Jacken und Co.

Sogar die Hutablage geht herunter.

Damit hast du die Möglichkeit, die Jacken und Co. auf die Hutablage zu legen und sogar in der Mitte einen Freiraum zu erhalten, damit du etwas im Rückspiegel sehen kannst.

alles verstaut

Der Kofferraum ist tatsächlich zu - ohne Kraft und Druck - GEIL, oder?

Es bleiben nur noch die Flaschen und die Wegzehrung zu verstauen......

Wasser
Verpflegung
Die Organizer für die Kinder sind entsprechend bestückt und aufgefüllt. Die Schubfächer unter Fahrer- und Beifahrersitz sind sinnvoll gefüllt.

Wegzehrung und Wasser sind griffbereit.

Jetzt kann der Urlaub ganz entspannt beginnen.

Einsteigen und entspannt losfahren....


Ich hoffe, dieser Beitrag hat dir gefallen und wird dir auch in Zukunft helfen.

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Mit hilfreichen Grüßen

Marko Sennewald

Marko

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Marko

Diese Seite habe habe ich ursprünglich für meine liebe Frau kreiert. Derzeit lebe ich hier meinen Purpose aus und stelle Wissen und Weisheit zur Verfügung. Mein Ziel und meine Hoffnung ist es, interessierten Menschen helfen zu können und ihr Innerstes zum Strahlen zu bringen.

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